Hier
gibt es nützliche Hinweise für die Haltung von Tieren
Sollten Sie weitere
Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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Kleintiere |
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Die
Haltung von Kaninchen |
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Steckbrief
(Zwerg-)Kaninchen
Herkunft
und Verhaltensweisen
- Zwerg- und Hauskaninchen
stammen vom europäischen Wildkaninchen ab. Obwohl die
Zwergkaninchen auch als ,,Zwerghasen" bezeichnet werden, haben sie
nichts mit dem Feldhasen gemein. Sie können sich mit diesem
auch nicht verpaaren. Heute gibt es bis zu 100 Rassen.
- Rudeltiere - für
Einzelhaltung ungeeignet, Einzelhaltung ist Tierquälerei.
Kaninchen werden auch bei Paarhaltung schnell handzahm.
Unverträgliche Kaninchen gibt es fast nie, nur unzureichende
Haltungsbedingungen wie zu kleine Käfige. Bei einer
artgerechten Haltung ist mindestens ein Partner und ein
großes Gehege eine Grundvoraussetzung.
Einzelhaltung von Kaninchen ist
Tierquälerei!
- Kaninchen brauchen Kaninchen
als Partner, aufgrund der verschiedenen Ansprüche und
Lebensgewohnheiten kommt ein Meerschweinchen als Partner nicht in Frage.
- Handling: Umfassen mit beiden
Händen oder mit einer Hand an der Genickfalte, Bauch mit der
anderen Hand von unten unterstützen - nie an den Ohren
hochheben!
- Lebenserwartung 8 - 12 Jahre,
Geschlechtsreife ab 3 Monate, Trächtigkeit 31 - 33 Tage.
- Regelmäßige
Kontrolle von Krallen u. Zähnen (wachsen lebenslang nach da
wurzellos).
- Fressen Blinddarmkot zur
Vitaminversorgung.
- Hitzeempfindlich da
Höhlenbewohner und Dämmerungstier.
- Nicht so problemlos, wie oft
angenommen: Schreckhaftigkeit, Beißen, Kratzen,
großes Bewegungsbedürfnis, verstärkt bei
Weibchen.
- Unkastrierte Rammler markieren
mit Urin, Häsinnen sind oft aggressiv aufgrund von Hitze oder
Scheinschwangerschaft, verteidigen ihren Stall wie Kaninchenbau,
Angriff geht folglich nach vorne, da kein Hinterausgang wie im
natürlichen Bau.
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| Vergesellschaftung
von Kaninchen: |
- In der Paarhaltung: kastriertes
Böckchen mit Weibchen oder zwei Weibchen, oder nur kastrierte
oder verträgliche unkastrierte Böckchen.
- Probleme bei der
Vergesellschaftung von Kaninchen entstehen fast immer durch nicht
artgerechte Haltung in zu kleinen Käfigen deshalb, sollte das
Kennenlernen in einem Freilauf erfolgen bis die Tiere sich vertragen.
- Große
Freilaufmöglichkeit (Zimmer oder Gehege) ohne Sackgassen und
Gefahrenquellen (z.B. Stromkabel) organisieren.
- Am besten das Kaninchen den
neuen Partner aussuchen lassen, auch bei Kaninchen gibt es Sympathien
und Antipathien, lassen Sie Ihr Tier aussuchen und die
Eingewöhnungphase verkürzt sich ganz erheblich.
- Tiere in
Freilauffläche zusammenbringen und nicht mehr trennen, auch
wenn sie die Rangordnung ausfechten (Tiere nur in Notfällen
trennen).
- Falsch ist es die Kaninchen
“langsam aneinander gewöhnen “ zu wollen.
Hier wird der Rangordnungskampf immer wieder aufs neue entfacht, es
kehrt nie oder nur viel langsamer Frieden ein.
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| Haltung |
Innenhaltung:
- Gitter- oder Kistenkäfig
in Rechteckform, Mindestabmessung 140 x 60 x 50 cm,
Häuschen/Schlafhöhle, usw. .
- Besser als kleine
Fertigkäfige sind natürlich noch
größere speziell auf die Platzverhältnisse
und Bedürfnisse der Tiere zugeschnittene Massanfertigungen.
- Täglich viel
organisierter Auslauf (Wohnung, Balkon, Garten) - Achtung bei
Stromkabeln!
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Aussenhaltung:
- Das Gehege muss ein- und
ausbruchsicher sein! Ein Aussengehege muß den Tieren Schutz
bieten gegen Angriffe von z.B. Raubvögeln und
Füchsen. Deshalb muß es nach oben und an den Seiten
nach unten gesichert sein. Dazu kann man Gitter oder Maschendraht in
den Boden einlassen, mindestens 50cm tief, und das Gehege nach oben mit
Maschendraht oder Gittern
absichern. Maschengröße maximal 40mm wählen
damit sich Jungtiere beim Versuch durchzuschlüpfen nicht
verletzen.
- Kaninchen können prima
draußen überwintern, ein warmer und trockener Stall
auf niedrigen Beinen muß als Unterschlupf
gewährleistet sein, sowie ein spezielles
Schutzhäuschen. Dieses muß in rundum gut isoliert
und mit reichlich Stroh ausgepolstert sein, das man
regelmäßig erneuert. Trockenes Heu von hoher
Qualität muß den Tieren IMMER zur Verfügung
stehen.
- Die Umstellung von Innen- auf
Aussenhaltung sollte behutsam erfolgen, Kaninchen sollten nicht vor
Mitte Mai nach draußen gesetzt werden da es vorher nachts
noch empfindlich kalt werden kann. Die Gewöhnung an
Aussenhaltung sollte ab dem Sommer erfolgen, damit sich das Fell
entsprechend entwickeln kann.
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| Allgemein |
- Kaninchen sind intelligente,
neugierige und sehr bewegungsaktive Tiere - nichts ist schlimmer als
ein eintöniger Stall ohne Abwechslung!
- Große Wasserrohre und
Holzgiebel zum Durchlaufen, Baumstämme und Steinhaufen zum
Klettern, verschiedene Häuschen, öfter mal anders
arrangiert macht dies das vorwitzige Tier beim Laufen im
Außengehege oder in der Wohnung glücklich.
Spielzeug:
- Als
Spielzeug eignen sich plastikfreie Kartons, Klo- und
Küchenpapierrollen, vorausgesetzt die Kaninchen futtern davon
nicht in rauhen Mengen.
- Korkröhren.
- Äste
von Weide, Buche, Haselnuß, Apfel- und Birnbaum.
- kleine
Heunester wie es sie für Hamster gibt, und die man mit
Heu füllen kann.
- Blaue
Plastikbälle mit Möhrendeko und einer
Öffnung die mit Trockenfutter gefüllt werden.
- Matten
aus Hanfmaterial auch zu Röhren genäht.
- Verchromte
kleine Spieße, auf die man Frischfutter aufspießen
und in den Käfig hängen kann.
- Sowie
verchromte, in den Käfig einhängbare Gitterkugeln die
mit Kräutern befüllt werden können.
Fütterung:
- • Frisches Wasser
(Achtung bei Trinkflaschen: viele Tiere kennen das System nicht!) .
- • Heu in Raufe zur
beliebigen Aufnahme (wichtig für das Abmalmen der
Zähne!).
- • Kräuter wie
Spitzwegerich, Löwenzahnblätter, Petersilie,
Breitwegerich usw. die man auch getrocknet und in Mischungen kaufen kann
- • Grünfutter,
Obst und Gemüse, z.B. Kohlrabiblätter,
Möhren, Chicoree, Fenchel, Äpfel, Eisbergsalat,
Feldsalat (keine Kohlgewächse, verursachen Blähungen
und Durchfall, keinen Kopfsalat wegen des zu hohen Nitratgehaltes).
- • Mischfutter
für Kaninchen pelletiert und möglichst
körnerfrei, nur in geringen Mengen ca. 1 Esslöffel je
Tier und Tag außer bei Außenhaltung und kalter
Witterung, da evtl. mehr.
- Nagematerial (Weide, Buche,
Haselnuß, Apfel- und Birnbaum) sehr zu empfehlen!
Kaninchenkrankheiten:
Wenn
das Kaninchen krank ist sollte man schnellstmöglich den
Tierarzt aufsuchen!
- Verdauungsstörungen (
bei Kaninchen besonders gefährlich)
- Infektionen der oberen Luftwege
insbesondere
- Kaninchenschnupfen
- Fehlstellungen der
Zähne
- Abzesse (Eiteransammlungen) im
Kopfbereich
- Milben, Haarlinge
- Fettleibigkeit
(Bewegungsmangel! und/oder falsches Futter)
- Trommelsucht
- Myxomatose, RHD Chinaseuche
(Impfschutz auch bei Zimmerhaltung!)
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| Tipps: |
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