Wieder
erreichte uns ein Notruf wegen eines weiteren Falls von Animal Hoarding
(d.h. dem unkontrollierten Sammeln und Vermehren von Hunden oder
anderen Tieren). Diesmal galt es, 120 Labradormischlinge
unterzubringen, die im Harz, bisher eingepfercht in eine ehemalige
Kaserne, beschlagnahmt worden waren.
Wir haben
die beiden Hündinnen "Greta" und "Stina" aufgenommen. Beide
Hündinnen zeigen sich sehr freundlich, sind aber durch die
bisherigen isolierte Haltung an keinerlei Umweltreize gewöhnt
und kennen noch gar nichts. Besonders "Greta" ist sehr
ängstlich. Sie nimmt aber Kontakt zum Menschen auf und
genießt es zu schmusen. Der Besuch einer guten Hundeschule
würde ihr bestimmt Sicherheit vermitteln und ihr helfen, in
Zukunft ein normales Hundeleben, das sie bisher nie kannte, zu
führen. Sie sucht verständnisvolle und geduldige
Menschen, die sie nicht überfordern.
Wir geben
den beiden Tieren zunächst einmal Zeit, um sich
einzugewöhnen und mit der neu gewonnenen Freiheit vertraut zu
werden.
Nachtrag vom 14.11.2010:
Dank der Geduld und Sensibilität ihrer ehrenamtlichen Spaziergängerin
gibt sich "Greta" mittlerweile deutlich aufgeschlossener. Sie lässt sich
endlich anleinen und freut sich über menschlichen Kontakt. Allerdings
hat sie noch Angst vor hektischen Bewegungen und fremden Situationen und
braucht Zeit, um auf neue Menschen zuzugehen, aber mittlerweile könnte
sie - gern auch als Zweithündin zu einem souveränen Rüden - in ein
verständnisvolles und ruhiges Zuhause vermittelt werden.
In einer turbulenten Familie mit lebhaften Kindern würde sich „Greta“
leider nicht wohlfühlen.
Nachtrag vom 07.05.2011:
Am 07. Mai 2011 wurde „Greta“ vom Verein „Ausrangiert &
Abgeschoben“ übernommen und auf einer liebevollen Pflegestelle
untergebracht. Ihre weitere Entwicklung kann man unter www.ausrangiert-und-abgeschoben.de
verfolgen, dort wird ein Pflegetagebuch geführt.
Wir wünschen unserer „Greta“ alles erdenklich Gute auf ihrem
weiteren Weg in ein normales Hundeleben.